Die FPÖ-Ikone und die vereinigte linke Medienlandschaft

Mittwoch, 3. März 2010

Cato, "Kronen Zeitung" vom 01.03.2010 Seite: 3 "Eine mutige Mutter (...) Ein neuer Bundespräsident steht zur Wahl. Eine Mutter von zehn Kindern, die schon in der Politik gezeigt hat, was sie kann, bewirbt sich um diese sehr hohe Position. Wählen wir sie, sie wird eine gute Bundespräsidentin für Österreich sein!"

"Salzburger Nachrichten" vom 02.03.2010 Seite: 2 "(...) Fest steht, dass die FPÖ massiv für Rosenkranz mobilisieren wird. Fest steht seit Montag auch, dass Rosenkranz die uneingeschränkte Unterstützung der größten Zeitung im Land hat: Der Chef der "Kronen Zeitung" höchstpersönlich empfahl seinen Lesern am Montag, für die EU-Gegnerin Rosenkranz zu stimmen. (...)"

"Klares Angebot an ÖVP-Wähler", "Kronen Zeitung" vom 28.02.2010 Seite: 4 "Strache bewertet die Nominierung eines eigenen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl auch als Beitrag zur Demokratie in Österreich. "Es kann nicht nur einen Bewerber für dieses Amt geben. Wir leben nicht in Nordkorea", sagt der FPÖ-Chef. Auch er müsse sich den Vorschlag mit Barbara Rosenkranz am kommenden Dienstag noch vom Parteivorstand absegnen lassen. Das gilt allerdings als reiner Formalakt.(...) Mit Rosenkranz habe er "jedenfalls die ideale Kandidatin für dieses Amt", meint der FPÖ-Chef. Ideal vor allem, weil sie auch ein Signal an die bürgerlichen Wähler sei. (...) Der Wahlkampf soll gleich nach der Parteisitzung am Dienstag starten. "Barbara Rosenkranz und ich werden gemeinsam die Auseinandersetzung mit dem Schweigekurs, von dem Heinz Fischer glaubt, das sei Diplomatie, aufnehmen. (...) Keinen Zweifel lässt Strache daran aufkommen, dass im Bundespräsidentschaftswahlkampf auch "die von der SPÖ ungelöste Zuwanderungsfrage ein dominierendes Thema wird".

Claus Pándi, "Kronen Zeitung" vom 28.02.2010 Seite: 4 "Eine Mutter für Österreich" wird wohl Straches Präsidentschaftsmotto. Und es ist klar, dass der FPÖ-Chef mit dem Rennen um die Hofburg eigentlich seinen Kampf um Wien beginnt. Ein Hochrisikospiel, bei dem es um viel geht."

Peter Gnam, "Kronen Zeitung" vom 01.03.2010 Seite: 2,3 "Die FPÖ-Ikone Barbara Rosenkranz tritt bei der Bundespräsidentenwahl gegen Heinz Fischer an. Außenseiterin ist die zehnfache Mutter Barbara Rosenkranz deshalb, weil es in der Geschichte der Bundespräsidenten noch nie gelungen ist, ein amtierendes Staatsoberhaupt bei einer neuerlichen Kandidatur zu besiegen. (...) Die Grenzen zum Osten müssen sicherer werden Chancenlos ist die Außenseiterin Barbara Rosenkranz allerdings nicht, denn ihr Hauptthema im Wahlkampf werden neben kritischen Stellungnahmen zur EU die ungelösten Sicherheitsfragen nach dem Fall der Schengengrenzen samt Explosion der Kriminalität sein. (...) In ersten Umfragen werden Barbara Rosenkranz etwa 20% der Stimmen bei der Bundespräsidentenwahl zugestanden, Heinz Fischer gilt vorerst als hoher Favorit. (...) Diese herbeigeschriebene Chancenlosigkeit von Rosenkranz steht allerdings in Widerspruch zu Ansätzen einer bevorstehenden Sudelkampagne gegen die FPÖ-Kandidatin, bei der über die Namen ihrer zehn Kinder, ihre EU-kritische Haltung und ihre Vorbehalte gegenüber Ausländern sowie Scheinasylanten hergezogen wird. Diese Versuche, Rosenkranz politisch ins rechte Eck zu stellen, lassen darauf schließen, dass die FPÖ-Kandidatin von der vereinigten linken Medienlandschaft doch als "Gefahr" für Heinz Fischer gesehen wird. Apropos Heinz Fischer: Er macht bereits auf Wahlkampf und besuchte am Wochenende eine Versammlung der Gewerkschaftsjugend, wobei er die Möglichkeit, mit jungen Menschen zu sprechen, als "Sauerstoffdusche" bezeichnete."

Von "Krones" Gnaden Plattform für Rosenkranz, Die Presse vom 2010-03-02, Seite: 3 "(...) Hans Dichand hatte schon vor Monaten einen Traum: Erwin Pröll war ihm als potenzieller Präsidentschaftskandidat abhandengekommen, also setzte der Herausgeber der "Kronen Zeitung" auf Barbara Rosenkranz als Lichtgestalt für die Hofburg. Doch die FPÖ ließ sich bitten. Besser gesagt: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache liebäugelte lange selbst mit einem Antreten. Mit der - natürlich in der "Krone" getätigten - Klarstellung zugunsten von Rosenkranz dürfte im Verhältnis Dichand-Strache wohl alles klar sein. Womit nicht zum ersten Mal der Startschuss für eine entsprechende Kampagne in Österreichs größtem Boulevardblatt gegeben ist. (...)"

Peter Blaschek, "Kronen Zeitung" vom 01.03.2010 Seite: 19 "(...) Der Mut von Fr. Rosenkranz, als FPÖ-Kanditatin für die Bundespräsidenten-Wahl anzutreten, ist bewundernswert, da ja mit Sicherheit anzunehmen ist, dass die Vereinigten Linken mit Argumenten aus der untersten Schublade versuchen werden, Fr. Rosenkranz negativ darzustellen. Die große, an Entbehrungen so reiche Leistung, 10 Kinder zu anständigen Menschen zu erziehen, wird von den Linken garantiert zum verachtungswerten Mutterordendenken umfunktioniert. (...) Fr. Rosenkranz muss auch damit rechnen, dass sie von Menschen, die den Unterschied zwischen Heimatliebe und blindem Nationalismus nie verstehen werden, ausgiebig mit der "braunen Soße" überschüttet werden wird. (...) Es wäre wichtig für dieses Land, gäbe es ein Staatsoberhaupt, das sich nicht nur mit leeren ausgetretenen Worthülsen zu Problemen äußert, sondern mit klaren und bestimmenden Worten. (...)"

Mag. Ewald Hager, "Kronen Zeitung" vom 01.03.2010 Seite: 19 "(...) Dass die ÖVP mit Fischer zufrieden ist, ist kein Wunder: Schließlich hat uns der Bundesheini mit seiner Unterschrift unter den Lissabon-Vertrag im Sinne der ÖVP-Lobbys endgültig an die Brüsseler Geisterfahrer verraten und verkauft."

Elisabeth Unzog, "Barbara Rosenkranz auf Überholspur", "Kronen Zeitung" vom 03.03.2010 Seite: 27 "Eine der besten Nachrichten seit langem: Barbara Rosenkranz tritt gegen Fischer an, und das ist gut so. Wenn Herr und Frau Österreicher in sich gehen, dann kann gar kein anderer als Rosenkranz das Rennen machen. (...) Wenn es schon unbedingt dieses Amt geben muss, dann soll es ein BP sein, der aus dem Volk und für das Volk ist, und das hat der arrogante Heinzi längst vergessen. Barbara Rosenkranz ist schon die Richtige, sie hat Courage, Hirn und Verstand und das Auftreten, wie es ein jeder Politiker haben soll. (...) Bravo, Barbara Rosenkranz, meine Stimme hat sie."

Nina Horaczek, "Falter" Nr. 08/10 vom 24.02.2010 Seite: 22 "Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Das weiß natürlich auch Hans Dichand. Darum setzt die Kronen Zeitung im beginnenden Präsidentschaftswahlkampf auf ihren Leserbriefseiten verstärkt auf die FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz. Denn „Frau Rosenkranz lebt in einer intakten Familie mit zehn eigenen Kindern und hat trotzdem Zeit und Energie für eine aufreibende politische Tätigkeit, die sie ganz in den Dienst ihres Landes stellt und soziale Verantwortung übernimmt“, war da zu lesen. (...)"

Andreas Koller, "Salzburger Nachrichten" vom 22.02.2010 Seite: 4 "(...) Die zehnfache Mutter gehört zwar dem rechten äußeren Rand ihrer Partei an, aufgrund ihres verbindlichen Wesens polarisiert sie die Wählerschaft aber weit weniger als der Rabauke Strache. Zudem überpurzelt sich die "Kronen Zeitung" seit vielen Monaten im Abdruck von Huldigungsadressen an die treudeutsche Landesrätin. Eine solche Unterstützung ist in Wahlkampfzeiten Goldes wert. (...)"

"Die germanische Mutter will Präsidentin werden", Der Bund vom 03.03.2010, Seite 5 "FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz fordert Amtsinhaber Heinz Fischer heraus. Die «Kronen-Zeitung» ist begeistert. Diese Frau muss der Traum aller alter Kameraden sein: kantiges Gesicht, aufrechter Gang, oft im Trachtenkleid und zehn Kinder mit urgermanischen Namen: Wolf, Horst, Arne, Volker, Mechthild, Hildrun, Hedda, Ute, Alwine, Sonnhild. Dazu ein Ehemann (Horst Jakob), der in einer rechtsextremen Partei aktiv war und ein rechtsextremes Pamphlet herausgibt. Alles am familiären Hintergrund von Barbara Rosenkranz würde also für eine glänzende Karriere in der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) sprechen. Und tatsächlich tritt die 52-jährige FPÖ-Landesrätin in Niederösterreich nun zum ersten Mal aus dem Schatten der männlich dominierten Parteiführung."

Unser System und unsere Gesellschaft bieten sich an, dass man fett, faul, dumm und kriminell wird...

Mittwoch, 3. März 2010

Doris Kopeinig, "Kronen Zeitung" vom 27.02.2010 Seite: 26 "Man könnte wohl Bücher damit füllen, was (nicht nur) in Österreich so alles falsch läuft. Der Tag beginnt für mich mit einem guten Kaffee, der Zeitung und meist guter Laune, die jedoch durch immer wiederkehrende Zeitungsartikel, mit ähnlichem Inhalt, schnell verraucht. Darum fange ich auch oft von hinten zu lesen an, um diesen Effekt etwas zu verzögern. (...) Ich habe "nur" einen Sohn (der auch nicht zu dick ist), eine gute Arbeit, die ich nicht missen möchte, und ich bin nicht vorbestraft oder verschuldet. BLÖD! Keine Zuschüsse, keine Vergünstigungen (...) Unser System und unsere Gesellschaft bieten sich an, dass man fett, faul, dumm und kriminell wird, da der Hausverstand ja schon der Führungselite in Österreich abhandengekommen ist. Die Schmarotzer werden unterstützt, die Fleißigen geschröpft, und die Gesetze schützen die Täter (vor allem die minderjährigen) oft mehr als die Opfer! In Österreich geht das! Ganz nach diesem Motto: Auch wenn etwas passiert, es ändert sich trotzdem nichts! (...)"

Folglich darf unter diesem Sichtwinkel mit dem Grundrecht auf Freiheit etwas differenzierter umgegangen werden...

Mittwoch, 3. März 2010

"Kronen Zeitung" vom 06.02.2010 Seite: 2 "Eindeutiges Ergebnis einer IMAS-Umfrage zu dem Thema, "Sollen Asylwerber zu Beginn ihres Asylverfahrens für eine gewisse Zeit einer Anwesenheitspflicht unterliegen und damit in ihrer Betreuungsstelle quasi weggesperrt werden, bis Klarheit über ihren Asylstatus herrscht?": Eine deutliche absolute Mehrheit von 56% ist für die Anwesenheitspflicht, nur 33% sind dagegen, 11% sind unentschieden. Was die einzelnen Bevölkerungsgruppen betrifft, so sind vor allem ältere Menschen über 50 Jahre zu fast 60% für das Wegsperren von Asylwerbern, bis von den Behörden Klarheit geschaffen wird, ob diese Personen überhaupt in Österreich einen Asylantrag stellen dürfen. Das wiederum überrascht insofern wenig, als gerade Ältere nicht zu Unrecht vor Fremden besondere Angst haben müssen. Von den Anhängern der einzelnen Parteien sind die FPÖ-Sympathisanten zu 89% für das Wegsperren von Asylwerbern. 60% der ÖVPler und immerhin 56% der SPÖler befürworten eine solche Maßnahme. Ganz auf dem von Glawischnig & Co. vorgegebenen "Ausländer-rein-Kurs" sind die Grün-Sympathisanten, die zu 79% sagen, die Asylwerber sollten bei uns von Anfang an völlig frei herumlaufen (und untertauchen!) können. Wenn es nur Zufall gewesen ist, dann war es jedenfalls ein Wink mit dem Zaunpfahl: Das Ergebnis der IMAS-Umfrage mit dem deutlichen "Ja" der Österreicher zum Wegsperren von Asylwerbern zumindest in der Anfangsphase ihres Aufenthalts in Österreich wurde nur einen Tag nach dem Auffliegen einer Asylwerberbande bekannt, die in fünf Bundesländern 180 Einbrüche begangen hat. (...)"

"Kronen Zeitung" vom 09.02.2010 Seite: 9 "(...) Der "Krone" liegt der Gesetzesentwurf von Innenministerin Fekter (ÖVP) vor. In Zukunft soll die Anwesenheitspflicht zu Beginn des Asylverfahrens sichergestellt werden. Das "Untertauchen" der Ausländer soll so unterbunden werden. Konkret heißt es: "Zu Verfahrensbeginn sind wichtige organisatorische Schritte notwendig. Daher ist eine permanente Verfügbarkeit in der Intensivphase (sieben Tage) notwendig." Müssen weitere Überprüfungen folgen, kann die Aufenthaltspflicht auf bis zu sechs Wochen ausgedehnt werden."

"Kronen Zeitung" vom 24.02.2010 Seite: 26,27 "Thema des Tages" Christian Rössler, "Ich finde den Beitrag zur Anwesenheitspflicht der Asylanten sehr gut und mehr als zutreffend! Es ist leider so bei uns in Österreich und wird auch von manchen Politikern gebilligt, dass sehr viele Scheinasylanten unser Rechtssystem schamlos ausnützen! Oder können Sie sich vorstellen, dass von all den Menschen, und das sind ja, wie man weiß, sehr, sehr viele, die bei uns um Asyl ansuchen, wirklich alle in ihren Ländern verfolgt, gepeinigt, unterdrückt usw. werden? All diese Sachen müsste man viel schneller aufklären (das kann man auch sicher!), dann blieben nur noch die echten Asylanwärter übrig, die dann mit ein wenig Geschick, Willen und Unterstützung sehr wohl bei uns Fuß fassen könnten! Ich kenne Familien, die das geschafft haben!"

Johann Mayer, "Kronen Zeitung" vom 24.02.2010 Seite: 26,27 "(...) sprechen nicht nur mir, sondern gleich der ganzen Familie und Verwandtschaft und aus der Seele. Endlich sagt ein Journalist einer österreichischen Tageszeitung, dass es doch noch einen kleinen Unterschied zwischen einer Anwesenheitspflicht und dem Einsperren gibt. Die "Kronen Zeitung" hat damit bei mir/uns wieder an Stellenwert gewonnen. Anscheinend sind einige "Gutmenschen" - leider samt unserem Herrn Bundeskanzler - bereits derart abgehoben, dass sie dabei keinen Unterschied mehr sehen und ein Einsperren nur bei Asylwerbern erkennen. Ich war bisher bereits mehrmals "eingesperrt". (...) beim Bundesheer und bei meiner Berufsausbildung (Polizei), sondern erst jetzt wieder drei Wochen bei meinem Kuraufenthalt (...) Ich bin halt leider nur ein Österreicher. Vielleicht hat sich deshalb noch keine Gruppierung für mich eingesetzt und den Menschenrechtsbeirat oder die UNO angerufen?! Vielleicht sollte ich, eventuell bei derartigen Aussagen solcher Personen, genauso wie bei jedem unbegründeten Vorwurf, der immer wieder in Richtung Ausländerfeindlichkeit und Rassismus geht, doch schön langsam eine Inländerfeindlichkeit erkennen? (...)"

Gerhard Breitschopf, "Kronen Zeitung" vom 23.02.2010 Seite: 26 "Wer seine gesundheitlichen Probleme in einem Krankenhaus oder Rehazentrum behandeln lässt, ist selbstverständlich an die dort geltenden Anwesenheitsvorschriften gebunden, weil nur so eine effiziente Untersuchung sowie Therapie möglich ist. (...) Übrigens: Die erforderlichen Aufwendungen hat Ersterer in der Regel durch entsprechende Krankenkassenbeiträge selbst bezahlt, im zweiten Fall muss der Steuerzahler für alle Kosten aufkommen - folglich darf unter diesem Sichtwinkel mit dem Grundrecht auf Freiheit etwas differenzierter umgegangen werden."

Zebratl, Nr. 1/2010, Seite 12,13 "In den letzten Wochen sorgte die Errichtung einer Erstaufnahmestelle im burgenländischen Eberau für Schlagzeilen. Der Versuch, etwas Licht ins populistische Dunkel zu bringen. (...) wurde vor allem deutlich: der/die interessierte LeserIn weiß oft nicht so genau, was da eigentlich errichtet werden soll (...) dienen Erstaufnahmestellen (EAST) einer ersten Aufnahme von Flüchtlingen uind sind nicht als dauerhafte Unterbringungen gedacht. (...) Alle Flüchtlinge müssen sich persönlich in eine dieser Stellen begeben, um dort ihren Asylantrag einzubringen. Zunächst soll innerhalb von 72 Stunden eine Ersteinvernahme stattfinden, bei der die Polizei Personaldaten und Angaben über den Fluchtweg aufnimmt - während dieser Zeit dürfen AsylwerberInnen die EAST nicht verlassen. Auf Basis dieser "erkennungsdienstlichen Behandlung" wird in einem Vorverfahren entschieden, ob der/die AsylwerberIn zum inhaltlichen Verfahren beim Bundesasylamt überhaupt zugelassen wird oder nicht. Nach Ablauf dieser drei Tage dürfen die AsylwerberInnen die EAST verlassen, nicht aber den Bezirk, in dem sich die EAST befindet. Diese sogenannte Gebietsbeschränkung bleibt aufrecht, bis das Zulassungsverfahren beim Bundesasylamt abgeschlossen ist, bis also geklärt ist, ob sich Österreich für die Aufnahme des Verfahrens zuständig erklärt. (...) Ob Österreich für ein Asylverfahren zuständig ist, wird über das europäische Dublinverfahren geregelt. (...) Was in der Praxis zu einer bedenklichen und ausufernden "Reisetätigkeit" europaweit führte, weil die Flüchtlinge wieder in die Erstasylländer zurückgeschickt werden. Diese Zurückschickungspolitik ist heftiger rechtsstaatlicher und menschenrechtlicher Kritik ausgesetzt, da die Asylverfahren und Rechtssysteme in den EU-Ländern höchst unterschiedlich sind und eine Unterzeichnung der Genfer Flüchtlingskonvention noch lange kein faires und ordentliches Verfahren im jeweiligen Land bedeutet. (...) werden AsylwerberInnen zum inhaltlichen Verfahren in Österreich zugelassen, so werden sie im Rahmen der Grundversorgung einer anderen Unterkunft zugewiesen. Ihr Aufenthalt in der EAST ist somit beendet. Auch im Falle eines negativen Bescheids (...), werden sie in Schubhaft überstellt und warten dort auf ihre Ausweisung in ihr Herkunftsland oder einen sicheren Drittstaat. Die Dauer des Aufenthalts in der EAST hängt in diesem Fall vor allem von der Kooperationsbereitschaft der verhandelnden Staaten ab und kann sich über viele Monate hinziehen. (...)"

Professoren und Asylanten

Mittwoch, 3. März 2010

"Kronen Zeitung" vom 19.02.2010 Seite: "Offener Brief . . . ! Sehr geehrte Frau Bundesminister Mag. Dr. Fekter! Mit großer Sorge, aber auch tief empfundener Ablehnung wird in den Augen vieler Mitbürger(innen) der von Ihnen im Rahmen von Gesetzesvorlagen vorgeschlagene Umgang mit asylsuchenden Menschen als beschämend erachtet. Mit Ihrer Politik, die mehr oder minder unverhohlen die "Botschaft" enthält, wonach Asylsuchende per se mit Kriminellen gleichzusetzen und sie demzufolge wochenlang "einzusperren" sind, haben Sie nunmehr eine Grenze überschritten, die nicht mehr zu akzeptieren ist. Offensichtliche Mängel in der Sicherheitspolitik sollten doch wohl eher mit positiv besetzten Maßnahmen behoben und nicht auf dem Rücken unschuldiger Menschen ausgetragen werden, die in verzweifelter Lage in Österreich Schutz vor Verfolgung suchen. Wir fordern Sie daher auf, sich von dieser vordergründigen, populistischen Politik wieder abzuwenden. Wir wenden uns mit diesem offenen Brief aber auch an unsere Mitbürger(innen), die wir ermutigen wollen, gegenüber simplifizierendem Populismus resistent zu bleiben. Flüchtlinge unter den Generalverdacht der Kriminalität zu stellen, mag von den echten Problemen der Sicherheitspolitik und den tatsächlichen Ursachen des Kriminalitätsanstiegs trefflich ablenken, eine Lösung ist es sicher nicht. (...) Pauschale Verleumdung und Gleichsetzung mit Kriminellen und eine damit legitimierte Sicherheitsverwahrung widersprechen unserer Ansicht dieser Tradition! Dr. Hans Bichler, Univ.-Prof. Bernd R. Binder, Univ.-Prof. Christoph Binder, Univ.-Prof. Stefan Böhm, Botschafter i. R. Dkfm. Dr. Gerfried Buchauer, Dipl.-Ing. Alexander Chloupek, Univ.-Prof. Michael Freissmuth, Univ.-Prof. Helmut Friedrichsmeier, Univ.-Prof. Andrea Griesmacher, Karin Hagenbichler, Univ.-Prof. Ulrich Jäger, OMR Dr. Rolf Jens, Univ.-Prof. Bernd Jilma, Gustav Jobstmann, Univ.-Prof. Alexandra Kautzky-Willer, Univ.-Prof. Bernhard Keppler, Dipl.-Ing. Georg Kerenyi, Univ.-Prof. Dontscho Kerjaschki, Dr. Ernst Kerstan, Prof. Harry Königstedt, Univ.-Prof. Irene Lang, Univ.-Prof. Hans Lassmann, Univ.-Prof. Mathias M. Müller, Arch. Prof. Dipl.-Ing. Gerhard Novak, Dr. Bo Olsson, Barbara Olsson, Dipl.-Ing. Michael Renger, Dipl.-Ing. Stefan Requat, Univ.-Prof. Andreas Richter, Univ.-Prof. Klaus Richter , Univ.-Prof. Wolfram Richter, Univ.-Doz. Rainer Schöfl, Univ.-Prof. Veronika Sexl, Univ.-Prof. Maria Sibilia, Univ.-Prof. Josef Smolen, Dr. Herwig Stage, Univ.-Prof. Giulio Superti-Furga, Univ.-Prof. Thomas Szekcres, Univ.-Prof. Branko Velimirov, Univ.-Prof. Oswald Wagner, Sektionschef i. R. Dr. Hermann Weber, Univ.-Prof. Harald Wilfing, Univ.-Prof. Gregor Wollenek, Hofrat Dr. Ernst Worliczek, Univ.-Prof. Michael Wolzt"

Dr. Reinhold Soxberger, "Kronen Zeitung" vom 24.02.2010 Seite: 26 "Professoren und Asylanten . . . Zahlreiche fundamentalistische Gesetzeshüter, also eine geistige Elite unsers Landes, können die von der Innenministerin geplante Anwesenheitspflicht vom "Einsperren" nicht unterscheiden, (...) Die "Oberlehrer" der Nation - zu Gutmenschen mutiert - wollen uns einreden, dass mit dem endlich griffigen Entwurf die Menschenrechte verletzt würden. Mit echten Asylanten sind wir Österreicher immer gut umgegangen. Seit der Öffnung der Schengengrenzen kommen auch aus verschiedenen Motiven (wirtschaftlichen, kriminellen) noch immer Ausländer nach Österreich. Hoffentlich werden es immer weniger, wenn klare Richtlinien - wie die von Frau Fekter - zu realisieren sind. Die Herren Universitätsprofessoren, offensichtlich mit sozialen Gewerkschaften und Politikern vergleichbar, versteigen sich in den Begriff "populistisch". Haben die meisten ihre Unterschrift unter den "offenen Brief" freiwillig geleistet? (...)"

Der dunkelrote Kakao des Autors Franzobel und die linken Pseudo-Intellektuellen

Mittwoch, 3. März 2010

"Kronen Zeitung" vom 24.02.2010 Seite: 50 "Er hat "zugeschlagen" Franzobel, umstrittener oberösterreichischer Autor, bemüht sich, die Bühnen- und Filmlegende Hans Moser "vom Sockel zu stoßen" (...). "Moser oder Die Passion des Wochenend-Wohnzimmergottes" wird morgen, Donnerstag, im Theater in der Josefstadt uraufgeführt. Ein Auftragsstück des Josefstadt-Chefs Herbert Föttinger, das Mosers Rolle in der Nazi-Zeit und seine angebliche Anbiederung an das Regime wegen seiner jüdischen Frau thematisiert. (...)"

"Kronen Zeitung" vom 24.02.2010 Seite: 2 "Jeannée-Post an Hans Moser . . . im Himmel. Anlass: die morgige Premiere des Stücks "Moser" im Josefstädter Theater, in welchem der Mime als hellbrauner Quasi-Nazi durch den dunkelroten Kakao des Autors Franzobel gezogen wird. (...)"

Post von Jeannée, "Kronen Zeitung" vom 24.02.2010 Seite: 14 "Lieber Hans Moser im Himmel, es war nur eine Frage der Zeit in Zeiten wie diesen, dass Sie Dich ins Visier nehmen. Die Attacke heißt "Moser", ist ein Theaterstück des sattsam bekannten Tinten-Provokateurs Franzobel und hat morgen im Theater in der Josefstadt Premiere (...)"

Mag. Peter Terzer, "Kronen Zeitung" vom 27.02.2010 Seite: 25 "(...) Was wäre passiert, hätte der Herr Literat Franzobel zur Zeit der Naziherrschaft gelebt? Er wäre schnurstracks nach Berlin gefahren und hätte mit den Worten "Sie Scheusal!" Hitler eine Kugel in den Kopf geschossen. Oder aber er wäre aufgrund seines ihm eigenen blanken Zynismus und ob seiner spitzen Feder Redakteur des "Völkischen Beobachters" geworden und hätte in der Giftküche des Dr. Goebbels kräftig mitgemischt. Wer kann das heute sagen? Franzobel ist so wie ich Jahrgang 1967, und er sollte dem Herrgott täglich auf Knien danken, dass er jene Periode nur aus Büchern kennt. Hans Moser hat sich angesichts der drohenden Verfolgung seiner jüdischen Frau im damaligen Deutschland vorbildhaft verhalten: Man muss schon einen sehr durchtriebenen Charakter (oder aber gar keinen) haben, um da "Opportunismus" oder ein "Sich-Durchlavieren" erkennen zu können. (...)"

Stefan Scharl, "Kronen Zeitung" vom 28.02.2010 Seite: 24 "In Franzobels Theaterstück über Hans Moser spielt Erwin Steinhauer den "alten Moser". Hans Moser Ein paar linke Pseudo-Intellektuelle und sich sicher selbst zur geistigen Elite zählende Personen in unserem Land haben nichts Besseres zu tun, als den damals sehr beliebten Volksschauspieler Hans Moser in einem unter fragwürdigen Gesichtspunkten - Missbrauch von Kunst und Kultur? - inszenierten "Stück" ins nationalsozialistische Eck zu stellen, weil er es damals in einem Brief an Adolf Hitler gewagt hat, um das Leben seiner jüdischen Frau zu bitten und diese somit vor dem sicheren Tod zu bewahren. (...)"

Franz Weinpolter, "Kronen Zeitung" vom 02.03.2010 Seite: 24, "Im Fernsehen konnte man das Publikum des Theaters in der Josefstadt anlässlich eines drittklassigen Theaterstückes, in welchem der unvergessene Hans Moser von einem Schmieren-Literaten als charakterloser Nazi-Mitläufer verunglimpft wird, jubeln und klatschen sehen. Entweder waren bei dieser Premiere nur Claqueure anwesend, oder ein gewisses Publikum beklatscht heutzutage wirklich schon alles, selbst wenn es sich um den größten Schmarren handelt - sogar die Schweinereien in der Wiener Secession werden von manchen Leuten bejubelt. Die "Kunst" wird tagtäglich perverser - und findet trotzdem Jubelperser!"

Ö1, "Von Tag zu Tag", Zu Gast bei Günter Kaindlstorfer ist der Schriftsteller Franzobel. Franzobel "(...) die ganze Sache ist natürlich sehr skandalisiert und polemisiert worden, obwohl ich immer gesagt habe, dass dem nicht so ist, haben die Medien das trotzdem aufgegriffen, haben gesagt, es wird Hans Moser als Nazi diffamiert, er wird als Mitläufer diffamiert, was im Stück ja so überhaupt nicht vorkommt. (...) der durch die Medien angekündigte Skandal hat natürlich nicht stattgefunden. (ad Medien) da werden einem wirklich die Worte im Mund verdreht und ich kann zehnmal sagen, ich stoße Hans Moser nicht vom Sockel. (Aussendung von HC Strache: "der unvergleichliche Hans Moser werde hier in einem geschmacklosen Sudelstück mit Steuergeldern in den Dreck gezog" (...) Mich hat interessiert, wie man sich verhält unter schrecklichen Umständen in einer schrecklichen Zeit (...) Strache, der das als Sudelstück bezeichnet, der sagt, der Direktor der das Theater in den Abgrund fuhrwerkt, soll sofort zurücktreten, er sagt das ja nicht in Kenntnis des Stückes, er hat´s weder gesehen noch hat er den Text gelesen (...) und von daher ist das schon etwas sehr heftiges (...) mein Umgang mit Hans Moser, (...) wirklich ein sympathisches Bild von diesem großartigen Schauspieler zeigt (...) Er wird durch Umstände gezwungen, sich zu verbiegen, weil er sonst keine Chance gehabt hat, dass seine Frau überleben kann, dass er vielleicht selber überleben kann, dass er weiter große Rollen bekommt, er war schon gefangen durch die Umstände und hat in dieser Zeit sehr viel gelitten. (...) Er wird nicht vom Sockel gestoßen, sondern es wird sein Kampf gezeigt, es wird sein Bemühen um Haltung gezeigt, was ja nicht einfach ist in dieser Situation (...) Ich sehe ihn eigentlich als sehr unpolitischen Menschen (...) er wollte einfach seine Kunst machen, das ist seine Berufung. (...)"

Bergbauer (81) als Hasch-Opa

Samstag, 20. Februar 2010

"Kronen Zeitung", 20.2.2010


"Bergbauer (81) als Hasch-Opa - Speck, Bauernbrot, Most - die gängigen Ab-Hof-Verkaufs-Lebensmittel der heimischen Landwirte: Doch ein Mostviertler Bauer sattelte auf eine gänzlich neue Produktschiene um. Für seine Kunden gab es Drogen aus eigenem Anbau. (...) Mithilfe seiner Großfamilie und der weitläufigen Verwandtschaft zog der Hasch-Opa statt Roggen, Karotten und anderem feinen Gemüse zarte Hanfpflänzchen heran. (...) zumal er auch noch die wirksameren Magic-Mashrooms, sprich narrische Schwammerln, im Angebot hatte. (...) Jetzt hat es sich ausgeerntet.(...)" ("Kronen Zeitung, 20.2.2010, Seite 10,11)

Im Orient wachsen die Kinder ohne Aufsicht auf...

Samstag, 20. Februar 2010

Stephan Pestitschek, "Kronen Zeitung" vom 20.2.2010 Seite 26 "(...) Nahezu täglich liest man Berichte über Jugendbanden, die schwere Raubüberfälle und andere schwere Straftaten - meist mit äußerster Brutalität - begehen, und sie werden nach der Tat (...) ohne Strafe den Eltern übergeben. Von Anzeigen wegen der verletzten Aufsichtspflicht ist keine Rede, man orientiert sich an den Gesetzen des Orients, und dort wachsen die Kinder ohne Aufsicht auf. Da sie genau wissen, dass ihnen bei uns nichts passiert, machen sie mit ihren Straftaten weiter (...) Die Eltern sind entweder überfordert oder sogar stolz auf ihre mutigen Sprösslinge, die es den Ungläubigen so richtig gezeigt haben. (...)"

Massive Zweifel

Freitag, 19. Februar 2010

Stephan Pestitschek, "Kronen Zeitung" vom 11.02.2010 Seite: 28 "(...) Wenn man die Berichte über die angebliche Verschleppung von Waisenkindern aus Haiti liest (...) so bekommt man massive Zweifel. (...) Ich vermute, dass es jedem der Kinder in den USA besser gegangen wäre als in Haiti (...)"

Neue Württembergische Zeitung vom 04.02.2010, S. 4 "'Niemand weiß, wie viele Kinder bei der Katastrophe ihre Eltern verloren haben', sagt Christian Jung von der Duisburger Organisation Kindernothilfe. 'Es besteht die Gefahr, dass Kinder verschleppt werden', sagt Jung. (...) Sollten sie in die Fänge von Menschenhändlern geraten, könnten Kinderarbeit und Prostitution drohen. Die haitianische Regierung fürchtet, dass Kinder für Adoptionen ins Ausland gebracht werden, die möglicherweise noch Familien haben. Derzeit erregt eine Gruppe amerikanischer Missionare Aufsehen, die mehr als 30 Kinder ohne Papiere per Bus in die Dominikanische Republik bringen wollte. (...) Die Kinder im Alter zwischen mehreren Monaten und 14 Jahren, von denen einige noch Eltern haben, sind in einem SOS-Kinderdorf untergebracht. (...) 'Es ist sinnvoller, Kinder hier in erweiterten Familien unterzubringen und die Familien dann zu unterstützen', meint Jung. 'Sonst erleben sie nach dem Trauma des Erdbebens direkt ein zweites Trauma, indem sie aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen werden.'"

Focus, 25.01.2010; Ausgabe: 04; Seite: 140-142 "Skrupellose Kinderhändler auf der Suche nach Opfern (...) die Sorge, im Chaos könnten Kinder leichte Beute von Menschenhändlern werden. Das hat Tradition: Haiti ist berüchtigt für seine Kindersklaven. Die rund 300000 sogenannten Resteveks - hergeleitet aus dem französischen "rester avec" (bei jemandem bleiben) - wurden von den Eltern verschachert als billige Arbeitskräfte, an Sextouristen in der Dominikanischen Republik, für Adoptionen oder als Ersatzteillager für Organhändler. (...) Auch die deutsche Kindernothilfe sorgt sich, Kinder könnten nach dem Grauen des Erdbebens ein zweites Mal Opfer werden. "Nach Katastrophen sind Kinder immer besonders verletztlich", meint der Sprecher der Organisation, Sascha Decker. So habe die tamilische Rebellenbewegung LTTE nach dem Tsunami Ende 2004 Kinder von der Straße zwangsrekrutiert."

Gender-Mainstreaming - Von Kopf bis Fuß verschieden...

Freitag, 19. Februar 2010

Gender-Mainstreaming ist für viele ´Krone´-Leser ein Grund zum Aufregen...

Krone-Blog: Die traurige Welt des Gender-Mainstreamings...
Krone-Blog: Solche Erkenntnisse widersprechen natürlich dem verordneten Gender-Mainstreaming der EU
Krone-Blog: Homos, Lesben, Transvestiten und die geschlechtslose Gesellschaft...
Krone-Blog: Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit...
Krone-Blog: Menschinnen

Doch was bedeutet Gender-Mainstreaming?

Kurz gesagt... Gender-Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben, die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

z.B. "Gender-Medizin"

Kurier vom 2007-03-08, Seite 17 "Von Kopf bis Fuß verschieden - Frauen sind biologisch anders - Männer auch. Diese Tatsache wird jetzt auch in der Medizin stärker berücksichtigt. Vieles über die biologischen Unterschiede der Geschlechter wissen wir bereits. Jetzt geht es darum, dieses neue Wissen in die Köpfe von Ärzten und Patienten zu bekommen", sagt Univ.-Prof. Jeanette Strametz-Juranek. Die Kardiologin engagiert sich an der der Medizinischen Universität Wien für Gender-Medizin. (...) Für Knieprothesen war lange der Mann Vorbild: "Beim Mann ist der anatomische Kniewinkel aber anders, Frauen klagen deshalb oft nach einer Operation noch immer über Schmerzen." Mittlerweile wurde jedoch ein spezielles "Gender-Knie" entwickelt. Ein weiteres Beispiel ist eine Stammzellentherapie, die den Herzmuskel nach einem Infarkt zur Selbstheilung anregt. Nur: "Diese Therapie ist fast ausschließlich für Männer", sagt Kardiologin Strametz-Juranek. Die Katheter, mit denen die Zellen ins Gewebe gespritzt werden, sind für durchschnittlich 1,80 Meter große und 1,85 Kilo schwere Männer entwickelt. "Frauen haben kleinere Herzkammern, diese Katheter sind einfach zu groß." Herzkrankheiten - Sie sind ein Paradebeispiel für unterschiedliche Symptomatik. "Frauen fühlen sich nicht betroffen und deuten die Anzeichen anders." MedikamenteIn der Regel werden neue Medikamente an Männern getestet. Der weibliche Körper weist jedoch schon im Stoffwechsel Unterschiede auf - und die Dosierung der Präparate bleibt trotzdem gleich. ZellstrukturFrauen haben eine stärkere Immunantwort und deshalb stärkere Entzündungsreaktionen. Das betrifft auch Autoimmunerkrankungen. Bei Männern treten sie seltener auf."

Die Presse vom 2010-02-08, Seite: 25 "(...) Mit der postgradualen Ausbildung im Bereich der Gender Medicine hat die Med-Uni Wien eine Vorreiterrolle übernommen: "Wir sind die Ersten - nicht nur in Europa, sondern weltweit", so Jeanette Strametz-Juranek, wissenschaftliche Leiterin des neuen Universitätslehrgangs, im Gespräch mit der "Presse". Seit 1. Jänner 2010 gibt es eine eigene Professur für Gender Medicine, gemeinsam mit den Med-Unis Graz und Innsbruck soll der Forschungsschwerpunkt weiter ausgebaut werden. (...)"

Frau Rosenkranz, die intakte Familie und der aktuelle Genderwahnsinn

Freitag, 19. Februar 2010

Mag. Martin Behrens, "Kronen Zeitung" vom 18.02.2010 Seite: 28, "Rosenkranz und die Präsidentschaft! Unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit ist die Nationalratsabgeordnete Barbara Rosenkranz eine integre Persönlichkeit, (...) Frau Rosenkranz lebt in einer intakten Familie mit zehn eigenen Kindern und hat trotzdem Zeit und Energie für eine aufreibende politische Tätigkeit, die sie ganz in den Dienst ihres Landes stellt und soziale Verantwortung übernimmt. Darüber hinaus hat sie ein - politisch vielleicht nicht ganz korrektes, aber umso bemerkenswertes - Buch über den aktuellen Genderwahnsinn geschrieben. Sie lebt eine ideale Verbindung zwischen Familie und Beruf vor und zählt zu den ganz wenigen Erfolgsmenschen in der Politik, die nie ihre Seele verkauft haben. (...)"