Gender-Mainstreaming - Von Kopf bis Fuß verschieden...

Gender-Mainstreaming ist für viele ´Krone´-Leser ein Grund zum Aufregen...

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Doch was bedeutet Gender-Mainstreaming?

Kurz gesagt... Gender-Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben, die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

z.B. "Gender-Medizin"

Kurier vom 2007-03-08, Seite 17 "Von Kopf bis Fuß verschieden - Frauen sind biologisch anders - Männer auch. Diese Tatsache wird jetzt auch in der Medizin stärker berücksichtigt. Vieles über die biologischen Unterschiede der Geschlechter wissen wir bereits. Jetzt geht es darum, dieses neue Wissen in die Köpfe von Ärzten und Patienten zu bekommen", sagt Univ.-Prof. Jeanette Strametz-Juranek. Die Kardiologin engagiert sich an der der Medizinischen Universität Wien für Gender-Medizin. (...) Für Knieprothesen war lange der Mann Vorbild: "Beim Mann ist der anatomische Kniewinkel aber anders, Frauen klagen deshalb oft nach einer Operation noch immer über Schmerzen." Mittlerweile wurde jedoch ein spezielles "Gender-Knie" entwickelt. Ein weiteres Beispiel ist eine Stammzellentherapie, die den Herzmuskel nach einem Infarkt zur Selbstheilung anregt. Nur: "Diese Therapie ist fast ausschließlich für Männer", sagt Kardiologin Strametz-Juranek. Die Katheter, mit denen die Zellen ins Gewebe gespritzt werden, sind für durchschnittlich 1,80 Meter große und 1,85 Kilo schwere Männer entwickelt. "Frauen haben kleinere Herzkammern, diese Katheter sind einfach zu groß." Herzkrankheiten - Sie sind ein Paradebeispiel für unterschiedliche Symptomatik. "Frauen fühlen sich nicht betroffen und deuten die Anzeichen anders." MedikamenteIn der Regel werden neue Medikamente an Männern getestet. Der weibliche Körper weist jedoch schon im Stoffwechsel Unterschiede auf - und die Dosierung der Präparate bleibt trotzdem gleich. ZellstrukturFrauen haben eine stärkere Immunantwort und deshalb stärkere Entzündungsreaktionen. Das betrifft auch Autoimmunerkrankungen. Bei Männern treten sie seltener auf."

Die Presse vom 2010-02-08, Seite: 25 "(...) Mit der postgradualen Ausbildung im Bereich der Gender Medicine hat die Med-Uni Wien eine Vorreiterrolle übernommen: "Wir sind die Ersten - nicht nur in Europa, sondern weltweit", so Jeanette Strametz-Juranek, wissenschaftliche Leiterin des neuen Universitätslehrgangs, im Gespräch mit der "Presse". Seit 1. Jänner 2010 gibt es eine eigene Professur für Gender Medicine, gemeinsam mit den Med-Unis Graz und Innsbruck soll der Forschungsschwerpunkt weiter ausgebaut werden. (...)"

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