Nachrichten in Sozialen Medien

Nachrichten in Sozialen Medien

Seit der Digitalisierung hat sich die Branche der Nachrichten komplett verändert. Früher galt es als normal, morgens beim Frühstück die Tageszeitung zu lesen oder wenn man sich auf dem Weg zur Arbeit befunden hat. Ein jeder erinnert sich wahrscheinlich daran, dass an Sonntagen der Vater morgens besser nicht gestört werden wollte, da er die gängigen und auflagenstarken Sonntagszeitungen gelesen hat. Erstaunlich ist, dass gedruckte Zeitungen eine Symbiose mit den Nachrichten aus dem Fernsehen eingegangen waren. Sie stellten zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Gefahr füreinander dar. Denn die Nachrichten in den öffentlich-rechtlichen Sendern werden ja über die GEZ finanziert. Printmedien wie Zeitungen sind eher auf Anzeigenkunden angewiesen. Denn hatte zum Beispiel eine Tageszeitung Nike Schuhe als Werbepartner gewonnen, dann konnte die Zeitung davon ausgehen, für die Werbung im Sportteil der Zeitung hohe Einnahmen verbuchen zu können. So hat es sich in den meisten Haushalten eingespielt, dass morgens meist die Zeitung gelesen wurde und abends die Tagesnachrichten im Fernsehen angeschaut wurden. Ergänzt wurden diese Angebote durch politische Sendungen, die meistens nach 20:00 oder 21:00 Uhr ausgestrahlt wurden oder eben dank spezieller Magazine wie „Der Spiegel“ oder „Der Stern„. Der Vorteil dieser Formate ist, dass sie komplexer aufgebaut sind und sich meist auf ein Thema konzentrieren, welches intensiv recherchiert ist. Doch seitdem das Internet-Zeitalter angebrochen ist, hat sich diese Ordnung von Grund auf gewandelt. Aufgrund der großen Konkurrenz durch Webseiten wie Facebook oder Instagram und anderen, meist kostenlosen Angeboten in Form von privaten Blogs im Web bezüglich Nachrichten, sind viele Nachrichtenmagazine, Sender und Printmedien gezwungen, dem Leser oder Zuschauer auch ein Online-Angebot zur Verfügung zu stellen. Finanziert werden diese unter anderem durch Internet-Werbung oder durch eine Variante, die kostenpflichtig ist.

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Social Media News

Seit einigen Jahren ist es für viele Leser und Zuschauer von Nachrichten einfacher und populärer, die soziale Komponente der Social Media mit dem Konsum von Nachrichten zu verbinden. Gründe hierfür sind vielfältig. Viele Menschen zweifeln zum Beispiel an der Objektivität von Nachrichten, wenn erst einmal realisiert wird, dass die meisten Nachrichtenquellen ein und derselben großen Firma gehören. Oft wird auch kritisiert, dass die meisten Nachrichten eine bestimmte Agenda verfolgen. So ist es kein Wunder, dass Nachrichten bei Facebook zum Beispiel viel realer und echter wirken, da die Verfasser dieser Nachrichten eher wie Menschen wirken, die aus Liebe zum Journalismus und zur Wahrheit Nachrichten posten. Diese Art der Formate wird auch alternative Nachrichten genannt. Es ist mittlerweile sogar so, dass viele Nachrichtenkonsumenten nur noch Nachrichten aus den sozialen Medien vertrauen. Die Gefahr bei Nachrichtenbezug aus diesen Kanälen ist jedoch, dass meist der Verfasser nicht identifiziert werden kann. Die Folge daraus ist, dass nicht mehr unterschieden werden kann zwischen Desinformationskampagnen oder Fake-News. Auf lange Sicht kann diese Art des Konsums zu einer Gefahr für die Demokratie werden.

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